Aktiv alt werden – statt Horrorszenario des Alterns

Veröffentlicht am 07.03.2007 in Senioren

Potsdam – Die seniorenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Prof. Sieglinde Heppener, wandte sich heute im Landtag anlässlich der Debatte zu den seniorenpolitischen Leitlinien des Landes entschieden gegen "das Horrorszenario eines Krieges der Generation". Damit werde derzeit in der Öffentlichkeit "ein völlig falsches und demotivierendes Bild heraufbeschwören." Die Leitlinien dagegen würden "realitätsnah, illusions- und vorurteilslos die Chancen benennen, die sich durch die demografische Entwicklung ergeben."

Seniorenpolitik müsse, so Heppener, Politik für und mit den Alten sein und respektieren, "dass die Alten über ihr Leben selbst bestimmen wollen und können.“ Die aktuelle Panikmache würde das Gegenteil bewirken und z. B. kaum jemanden veranlassen, sich rechtzeitig auf "seine alten Tage" vorzubereiten. Heppener: "Sie bedient höchstens Ängste vor den Alten und vor dem Altwerden. Das Medienbild stimmt nicht mit dem Leben und Lebensgefühl der Alten überein. Sie empfinden diese Bilder als tiefe Beleidigung. Gerade angesichts der wirklichen Probleme eines bis ins hohe Alter würdevollen Lebens dürfen wir eine Stigmatisierung des Alters nicht zulassen." Im Alter gehe es darum, aktiv am Leben teilzunehmen und sich nicht selbst auszugrenzen, so die 72-jährige Heppener. Sie ist auch Vorsitzende des Landesseniorenrates.

Die Leitlinien der Landesregierung entstanden aufgrund einer Initiative der SPD-Fraktion. Sie bestimmen Ziele für die Handlungsfelder, die das Leben alter Menschen maßgeblich beeinflussen. Ziel ist eine aktivierende Seniorenpolitik. Die Leitlinien wurden von der Landesregierung u. a. mit Kommunen, Seniorenvertretungen, Wirtschaft, Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden erarbeitet.

Die Leitlinien müssten zu konkretem Handeln führen. Heppener: "Dazu gehören z. B. altersgerechtes Wohnen, Einkaufen für Senioren, örtliche Wegesysteme und Freizeitangebote. Vor allem jedoch geht es um ein gesellschaftliches Bewusstsein für das Altern und wie jeder Mensch diesen Weg für sich selbst geht."

 

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