Aufregung beim "Tanz in den Mai" in Hennickendorf

Veröffentlicht am 08.05.2018 in Veranstaltungen

Bis 15 Uhr war nicht klar, ob die Veranstaltung „Tanz in den Mai“ 2018 in Hennickendorf überhaupt durchgeführt werden kann.

 

Die Vorbereitungen für unser traditionelles Maifest begangen schon Anfang Februar. Die Bierwagen und Getränke, Wurst und Wildschwein, der DJ und die Blaskapelle wurden bestellt. Die Rollen in der Organisation wurden im Ortsberat und im Kulturverein besprochen und Aufgaben verteilt. So fiel mir unter anderem die Aufgabe zu, einen Termin für die Zeltabnahme mit dem Bauordnungsamt des Landkreises abzusprechen. Der Termin wurde freundlicherweise auf Montag den 30.04. gelegt, da das Zelt erst am Freitag mit vereinter Kraft – durch Mitglieder aller Hennickendorfer Vereine – aufgestellt worden war. Bei der Terminabsprache wies das Bauordnungsamt auf die Auflagen hin, die bei der Genehmigung im letzten Jahr erteilt wurden. Laut Informationen ging es bei den Beanstandungen um die Art der Befestigung der Zeltstützen auf der Bodenplatte. Demnach müssen alle Stützen der Querträger mit vier Erdnägeln im Untergrund verankert werden. Die Auflagen konnten dankenswerterweise mit Unterstützung von Maik Markmann, Mitarbeiter der Firma Mainka, rechtzeitig erledigt werden. Dazu mussten in die Bitumenplatte 16 zusätzliche Bohrungen eingebracht werden. Über die Kultur GmbH i.L. in Rüdersdorf wurden zusätzliche Erdnägel bestellt.

Die Damen vom Bauordnungamt nahmen die neuen Befestigungspunkte der Stützen am Montag auch zur Kenntnis und betrachteten diese Auflage als erfüllt. Bei der Begehung fiel ihnen jedoch auf, dass die acht Stützen der Giebel nur mit einem Erdnagel versehen sind, laut Zelthandbuch müssten das aber zwei sein. Die Mitarbeiterin des Bauordnungsamtes ließ sich auch auf keine Verhandlungen ein und drohte mit Rückbau des gesamten Zeltes, wenn diese weiteren Nägel installiert werden. Selbst unser Hinweis, dass dieser Montag ein sogenannter „Brückentag“ sei und viele Firmen ihren Mitarbeitern freigegeben haben, ließ man nicht gelten. Also: schnelle Hilfe musste her. Wieder konnte Herr Markmann für unsere Sache gewonnen werden. Er schaffte es noch rechtzeitig bis 17:15 Uhr, die letzten noch fehlenden Bohrungen einzubringen. Damit waren alle Bedingungen für die Bauabnahme erfüllt und die Gäste konnten in Festzelt eingelassen werden.

 

Das sind wirklich Aufregungen und Stress, auf die wir Ehrenamtler gern verzichtet hätten. Der Witz an der ganzen Sache ist: Das Festzelt wurde durch die Gemeinde Hennickendorf 1994 angeschafft. Seit damals wurde das Festzelt im jeden Jahr mindestens einmal in Hennickendorf aufgestellt und nie – bis auf das letzte Jahr – hat sich jemand daran gestoßen, dass nicht die im Zelthandbuch geforderte Anzahl von Erdnägeln für die Verankerung verbaut wurden. Selbst der TÜV hatte, so wie mir mitgeteilt wurde, nie eine Beanstandung aufgezeigt.

 

Ganz nebenbei, die Hennickendorfer hatten wieder riesig Spaß beim „Tanz in den Mai“. Das Festzelt war ab 21 Uhr gerammelt voll. So wie auch die Tanzfläche, DJ Jacke hatte wohl bei der Musikauswahl das richtige Händchen.

 

Sven Templin

Ortsbeirat Hennickendorf

 

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