Diäten künftig von allgemeiner Entwicklung abhängig

Veröffentlicht am 05.04.2006 in Allgemein

Christoph Schulze (MdL)

Potsdam – Das Brandenburgische Abgeordnetengesetz wird novelliert. Es wurde heute in den Landtag eingebracht. Das Gesetz werde, so Christoph Schulze, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, "Klarheit und Transparenz schaffen." Erhöhungen der Diäten (derzeit: 4.399 Euro) werde es künftig nur noch geben, "wenn es auch im normalen Wirtschaftsleben Gehaltssteigerungen gibt." Grundlage soll der Einkommensindex der erwerbstätigen Brandenburger sein, der 2005 in vielen Bereichen sank. Schulze: "Damit kann es auch mit den Abgeordnetendiäten abwärts gehen." Diese Regel soll ab 2007 gelten.

Nach der Streichung des Überbrückungsgeldes (ca. 8.800 Euro) für Angehörige verstorbener Abgeordneter (sog. Sterbegeld) ist die geplante Gesetzesnovelle die zweite Überarbeitung des Abgeordnetengesetzes in dieser Legislatur. Die Grundzüge des Gesetzesentwurfs erarbeiteten SPD, CDU und Die Linke.PDS gemeinsam. Schulze: "Dieser Konsens ist sehr erfreulich, da dadurch das Thema aus den parteitaktischen Kämpfen herausgehalten werden kann. Das ist gut für das politische Klima im Landtag." Anfang Mai wird der Hauptausschuss eine Anhörung zum Gesetz durchführen. Schulze: "Der Entwurf wird intensiv diskutiert. Es kann durchaus noch Änderungen im Detail geben."

Kernpunkte der Gesetzesnovelle:
- Verringerung der Rentenansprüche der Abgeordneten von 75 % auf höchstens 69 %. Bedingung: Man muss über 20 Jahre in das Parlament gewählt worden sein, ansonsten ist die Rente geringer (pro Jahr 3,3 %).

- Diätenveränderungen - nach unten oder oben - sollen von der allgemeinen Einkommensentwicklung abhängig werden.
- Verringerung der Pauschalen um 300 Euro; direkte Übernahme der Mietkosten für ein Wahlkreisbüro durch den Landtag.

- Hinterbliebenenversorgung: Senkung von 60 % auf 55 %.
- Klare gesetzliche Regelung und Transparenz bei den Nebentätigkeiten.
- Basierend auf entsprechende Gerichtsurteile sollen die Zuschläge für Fraktionsvorsitzende künftig vom Landtag direkt bezahlt werden, nicht mehr von den Fraktionen.

Schulze weiter: "Wir haben bereits vor einem Jahr intensiv darüber diskutiert, das so genannte NRW-Modell auch in Brandenburg einzuführen. Wir sind aber – so wie andere Parlamente – zu der Überzeugung gekommen, dass dies für die Steuerzahler teurer wird und zwischen den Abgeordneten Ungerechtigkeiten schafft." In NRW liegen die Diäten derzeit bei 9.500 Euro. Es gibt dort Überlegungen, sie um weitere 1.500 Euro zu erhöhen. Schulze: "Das ist für Brandenburg undenkbar!"

 

Homepage SPD-Unterbezirk MOL

Suchen

Gemeinsam für Rüdersdorf.

  

Unsere Abgeordnete im Bundestag

 

 

 

 

Machen Sie mit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Machen Sie mit

 

 

 

 

 

 

 

 

WebsoziInfo-News

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Counter

Besucher:312920
Heute:150
Online:1