"Meinungsumfragen sind immer Momentaufnahmen, die die aktuelle Stimmungslagen widerspiegeln. Die jüngste Umfrage gibt ein differenziertes, teilweise widersprüchliches Bild. Dazu folgende drei Feststellungen:
"Meinungsumfragen sind immer Momentaufnahmen, die die aktuelle Stimmungslagen widerspiegeln. Die jüngste Umfrage gibt ein differenziertes, teilweise widersprüchliches Bild. Dazu folgende drei Feststellungen:
1. Die Brandenburger wollen keine von der CDU geführte Regierung. Trotz des Vorsprungs der CDU bei der Sonntagsumfrage, plädiert die Mehrheit der Brandenburger für eine von der SPD geführte Landesregierung.
2. Die Brandenburger wollen, dass Matthias Platzeck Ministerpräsident bleibt. Bei einem Vorsprung von 41 Prozent bei der Direktwahlfrage (Platzeck 62 Prozent, Schönbohm 21 Prozent) wird deutlich, dass selbst ein großer Teil derjenigen Brandenburger, die gegenwärtig als Parteinpräferenz CDU angeben, Jörg Schönbohm nicht als Ministerpräsidenten wollen.
3. In der "Sonntagsfrage" liegt die SPD mit 30 Prozent hinter der CDU mit 34 Prozent. Vor dem Hintergrund, dass die SPD in Ostdeutschland gegenwärtig bei 20 Prozent liegt und die CDU bei 45 – 48 Prozent, ist das Brandenburger Ergebnis eine Widerspiegelung insbesondere bundespolitischer Einflüsse, aber auch der schlechten wirtschaftlichen Stimmungslage in Brandenburg . Die CDU hat ihre Anhänger in Brandenburg schon vollständig mobilisiert, konnte aber im letzten halben Jahr ausweislich der Umfragen ihr Potential nicht erweitern. Die Brandenburger SPD kann ihr erreichbares Potential gegenwärtig noch nicht mobilisieren. Bisherige SPD-Wähler wandern aber nicht zur CDU ab, sondern neigen gegenwärtig zur Wahlenthaltung.
Für die Brandenburger SPD bedeuten diese Ergebnisse, dass wir in den nächsten 6 Monaten hart dafür kämpfen müssen, dass Matthias Platzeck Ministerpräsident bleibt und die SPD wieder stärkste Fraktion wird. Wenn die Partei geschlossen und entschieden kämpft, werden wir es schaffen, wieder stärkste Partei in Brandenburg zu werden. Mit Matthias Platzeck hat die SPD alle Chancen bei der Brandenburg-Wahl am 19. September auf Platz 1."
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