SPD-Programm braucht Aussagen zur Deutschen Einheit

Veröffentlicht am 01.11.2006 in Allgemein

Potsdam – Die Vorsitzenden der SPD-Fraktionen in den neuen Ländern haben Standpunkte zum neuen Grundsatzprogramm der SPD entwickelt. In dem Beitrag "Neues Miteinander" für die am Donnerstag erscheinende Ausgabe der Zeitschrift perspektive 21 unterstützen sie das Konzept des "vorsorgenden Sozialstaates". Sie drängen auf Aussagen zur weiteren Ausgestaltung der Einheit sowie auf einen Schwerpunkt für Bildungspolitik im Grundsatzprogramm, das im Herbst 2007 beschlossen werden soll.

Im Konzept des "vorsorgenden Sozialstaats" sehen die sechs Vorsitzenden ein zentrales Element des neuen Programms. "Wir wollen Spaltungen in der Gesellschaft vermeiden; alle sollen gleiche Lebenschancen haben", so der Brandenburger SPD-Fraktionschef Günter Baaske. Baaske weiter: "Vorsorge ist für alle besser als der teure bisherige Reparaturbetrieb: Für die betroffenen Menschen und die Gesellschaft. Wenn die Sozialdemokratie ihr Aufstiegsversprechen wieder erfüllen möchte, muss sie – insbesondere in Ostdeutschland – stärker auf eine neue ´Kultur der Bildung` setzen. Wir müssen Leitern für diejenigen bauen, die bereit sind, nach vorne zu kommen."

Deshalb sind nach Ansicht der Fraktionsvorsitzenden auch weiterhin hohe öffentliche Investitionen nötig. Allerdings sei der derzeit verwendete Investitionsbegriff veraltet. Er müsse modernisiert werden. Öffentliche Ausgaben müssten sich stärker als bisher auf Bildung und Wissenschaft, Kita, Schule und Hochschulen konzentrieren. Baaske: "Es geht uns nicht um mehr Geld, sondern um den richtigen und zukunftsgerechten Einsatz". Ferner sprechen sich die Fraktionschefs für Aussagen zur weiteren Gestaltung der deutschen Einheit im Grundsatzprogramm aus. Das zentrale Ziel der „inneren Einheit“ sei noch nicht erreicht. Deshalb brauche es im Programm auch einen Blick auf die Lage in den neuen Ländern. In dem Papier heißt es dabei aber auch ausdrücklich, dass es auf "gleichwertige Lebensverhältnisse nicht nur in Ost und West, sondern auch in Nord und Süd" ankomme.

Baaske hat den gemeinsamen Standpunkt der ostdeutschen Fraktionsvorsitzenden an Generalsekretär Hubertus Heil übersandt. Dabei betont er, dass eine nach vorne gerichtete Diskussion über die Veränderungen und die daraus erforderlichen neuen programmatischen Grundlagen die SPD stärken und zu einer modernen und attraktiven Sozialdemokratie führen werde. Baaske: "In einer lernenden Gesellschaft brauchen wir auch eine lernende Partei."

 

Homepage SPD-Unterbezirk MOL

Suchen

Gemeinsam für Rüdersdorf.

  

Unsere Abgeordnete im Bundestag

 

 

 

 

Machen Sie mit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Machen Sie mit

 

 

 

 

 

 

 

 

WebsoziInfo-News

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Counter

Besucher:312920
Heute:151
Online:2