Höhenland (MOZ) Klar, Liebesheiraten sehen anders aus. Aber in der um den Ortsteil Wölsickendorf-Wollenberg größer gewordenen Gemeinde Höhenland bemühen sich die neuen Volksvertreter dennoch um ein Gemeinschaftsgefühl.
Höhenland (MOZ) Klar, Liebesheiraten sehen anders aus. Aber in der um den Ortsteil Wölsickendorf-Wollenberg größer gewordenen Gemeinde Höhenland bemühen sich die neuen Volksvertreter dennoch um ein Gemeinschaftsgefühl.
Schon der Ort der ersten Zusammenkunft nach der Kommunalwahl war am Montag, 24. November, klug gewählt: Im Wölsickendorfer Schloss ging die Premiere reibungslos und schnell über die Bühne.
Wer für die kommenden fünf Jahre welches Amt übernehmen soll, war vorab bereits auf einer Arbeitsberatung besprochen worden. Und so hatte Ingolf Schmidt als taufrischer Bürgermeister keine Mühe, seine erste Versammlung zu leiten.
Überraschungen blieben trotz aller vorherigen Absprachen nicht aus. So lehnte es Joachim Schleinitz ab, als erster Stellvertreter des Bürgermeisters zu kandidieren. "Ich bin doch hier der Alterspräsident und wollte eigentlich etwas kürzer treten", sagte das ehemalige Dorfoberhaupt von Wölsickendorf-Wollenberg, das jetzt als Ortsbürgermeister amtiert.
Immerhin ließ sich Joachim Schleinitz überreden, als zweiter Stellvertreter zur Verfügung zu stehen. In geheimer Wahl erhielt er alle elf Stimmen.
Erster Vertreter des Bürgermeisters wurde Arnold von Eckardstein, der in Steinbeck auch Ortsbürgermeister ist. Das gleiche Amt hat übrigens Ingolf Schmidt in Leuenberg inne. Arnold von Eckardstein erreichte zehn Ja-Stimmen und konnte mit der einen Nein-Stimme gut leben. Wie er später verriet, hatte er sich aus Bescheidenheit selbst für das Amt abgelehnt.
Neben dem Bürgermeister wird Jörg Schleinitz für das Dorf im Amtsausschuss sitzen. Der Wölsickendorfer bekam sechs Stimmen. Ihn vertritt Grit Kamischke aus Steinbeck, die vier Stimmen für sich verbuchte. Eine Stimme war ungültig.
Das Zusammenwachsen der drei Ortsteile soll auch dadurch erleichtert werden, dass es zunächst keine Ausschüsse gibt. "So wird jeder Volksvertreter mit jedem Problem vertraut gemacht", begründete Ingolf Schmidt den Verzicht, der Mehrarbeit mit sich bringen wird.
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