Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) zu Besuch in Rüdersdorf bei Berlin

Veröffentlicht am 11.09.2008 in Kommunalpolitik

- Mit und ohne Zusagen für Problemlösungen –
Rüdersdorfer Besuchsprogramm mit Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD)
Wo steht die Gemeinde in der Landesentwicklungsplanung ? Diese Frage bewegt unsere Gemeinde spätestens seit August letzten Jahres, seit der Entwurf für die neue Landesentwicklungsplanung Berlin-Brandenburg vorliegt.

Mehr als stiefmütterlich wurde Rüdersdorf mit seinen Ortsteilen beim Ausweis von Schwerpunkten der Wirtschaft (Wachstumskerne) und im Siedlungssystem (Mittelzentren) berücksichtigt.
Ein daraufhin erfolgter öffentlicher Aufruf des SPD-Ortsvereins, zur Mobilisierung von Kräften aus Politik und Wirtschaft im Ort, um diese drohende Rückstufung der Gemeinde noch abzuwenden, stieß vor allem bei der Rüdersdorfer Wirtschaft auf große Resonanz. Nicht zuletzt durch das Engagement unseres Ortsvereinsmitgliedes, Rüdiger Wirthwein, gab es strategische Beratungen mit dem in Rüdersdorf agierenden AK Wirtschaft der IHK und politischen Vertretern von Kreis und Land.
Das außerordentliche wirtschaftliche Potential von Rüdersdorf und Umgebung beim Ausweis von Wachstumskernen durch den Wirtschaftsminister, Ulrich Junghanns (CDU), nicht zu berücksichtigen, hat großes Unverständnis hervorgerufen. Und das erst recht, da Herr Junghanns bezüglich der B1-Ortsumgehung Herzfelde vom „wirtschaftspolitisch wichtigen“ Standort Rüdersdorf spricht.
Natürlich hat diese Inkonsequenz Auswirkungen auf die Prioritätensetzungen des Landes für die Mittelbereitstellung zum Ausbau von Bundes- und Landesstraßen.

Natürlich schlug die in den letzten Wochen gehegte Hoffnung in Enttäuschung um, als sich der Minister für Infrastruktur und Raumordnung , Reinhold Dellmann (SPD), am 01. 09.2008 in der gut gefüllten Herzfelder Turnhalle im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung vor erwartungsvollen Besuchern auf keinen konkreten Zeitpunkt für den lange zugesagten Bau der B1-Ortsumgehung festlegte. Die auf Initiative unseres SPD-Ortsverein gesammelten 550 Unterschriften erkannte er dennoch als Ausdruck dafür an, dass etwas geschehen müsse.
Trotz dieser Enttäuschung steht fest, der SPD-Ortsverein wird sich auch weiterhin für eine Entlastung der B1–geplagten Herzfelder Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Dazu gehört auch, die Forderung nach schneller Umsetzung von lärmmindernden Maßnahmen aus dem jüngst aufgestellten Lärmaktionsplan der Gemeinde.
Erheblich positiver waren die Aussagen des Ministers zu anderen infrastrukturellen Problempunkten während seines mehrstündigen Besuchs in unserer Gemeinde.
So wird der ganz besonders zur Schulwegsicherung dringend notwendige Bau des Radweges zwischen Schöneiche und Rüdersdorf noch in diesem Jahr in Angriff genommen. Auch der lange Kampf zur Verbesserung der Schulwegsicherung und des Alltagsverkehrs zwischen Hennickendorf und Herzfelde soll bald ein Ende haben. Der Bau ist für 2009/2010 vorgesehen. Das Geld für diese Radwege steht definitiv zur Verfügung, so der Minister.
Zugesichert wurde zu dem durch Reinhold Dellmann, dass der maroden Stolpbrücke als Teil der L 30 zwischen Woltersdorf und Rüdersdorf bald zu Leibe gerückt wird. Die Planungen dazu laufen bereits.
Positiv überrascht hat er uns mit der Aussage, dass das Land keine unbeträchtliche finanzielle Unterstützung geben wird bei der Sanierung des nervenzerfetzenden Zustandes der Straße der Jugend. Vorausgesetzt, die Gemeinde und der Landkreis (dem die Straße noch gehört) einigen sich bald über den verbleibenden Anteil. Die Rüdersdorfer SPD wird sich dafür einsetzen.

 

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