Genozid und Vertreibung angemessen im Geschichtsunterricht lehren

Veröffentlicht am 08.02.2005 in Bildung

Potsdam – Die SPD-Landtagsfraktion beschloss heute, gemeinsam mit der CDU in die nächste Landtagssitzung Anfang März einen Antrag zur Unterrichtung von Genozid und Vertreibung im Geschichtsunterricht einzubringen. SPD-Fraktionschef Günter Baaske stellt in diesem Zusammenhang fest, "dass seitens der Landesregierung niemals vorgesehen war, den Genozid an den Armeniern in Brandenburg nicht mehr zu unterrichten."

Baaske weiter: "Im neuen Rahmenlehrplan für den Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I soll jetzt eine Erweiterung erfolgen. Das unterstützen wir. Dabei soll das Thema Vertreibung und Genozid an Armeniern 1915/1916 ein der historischen Bedeutung und im historischen Vergleich zu anderen Völkermorden angemessenen Platz erhalten.
Diese Einfügung in den Rahmenlehrplan ´Geschichte’ soll zeitgleich mit der Veröffentlichung der vom zuständigen Ministerium für den Sommer 2005 angekündigten neuen Handreichung zu dem Unterrichtsthema "Genozid" erfolgen.
Der Entwurf der Handreichung wie auch der geplante Text der Einfügung im Rahmenlehrplan sollen vorab durch externe Fachhistoriker geprüft und bestätigt werden."

 

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