Kostenlose Kita-Plätze nur mit Bundesfinanzierung möglich

Veröffentlicht am 17.01.2006 in Jugend

Potsdam – Der Vorstand der brandenburgischen SPD-Landtagsfraktion erachtet grundsätzlich beitragsfreie Kitaplätze für "gut, aber derzeit nicht finanzierbar". Wer diese Leistung bestelle, müsse sie dann auch bezahlen. In seiner heutigen Sitzung erteilte der Vorstand damit dem Vorschlag von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) eine Absage. Fraktionschef Günter Baaske: "Kostenfreie Kita-Plätze für sozial schwache Familien, Arbeitslose und Geringverdiener: Da sind wir sofort dabei. Das ist sinnvoller, gerechter und weniger aufwändig als die Absetzbarkeit von Betreuungskosten. Der Bund muss aber finanziell im Boot sein. Das können Länder und Kommunen nicht allein stemmen."

Mit dem Vorschlag, Eltern von ihrem Anteil grundsätzlich zu befreien, würden derzeit unerfüllbare Wünsche in die Diskussion gebracht werden. Zugleich erachtet der Vorstand die geplante steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten für "sozial nicht ausgewogen, da er finanziell schlecht gestellte Eltern benachteiligt: Sie haben zu wenig, um etwas absetzen zu können." Dies sollte geändert werden. Ausdrücklich begrüßt der Fraktionsvorstand den entsprechenden heutigen Beschluss des Vorstandes der Bundes-SPD in Mainz.

Der Vorstand hält zugleich daran fest, dass der Rechtsanspruch an einen Kitaplatz für Kinder arbeitslos gewordener Eltern wieder eingeführt wird, sofern finanzierbar. Hierzu gibt es auch entsprechende Beschlüsse der Brandenburgischen SPD. Eine Entscheidung dazu kann jedoch erst getroffen werden, wenn eine Anfrage der SPD-Abgeordneten Ingrid Siebke (Bildung) und Sylvia Lehmann (Jugend) an die Landesregierung beantwortet ist. Die Antwort dazu soll darüber Klarheit schaffen, wie viele Kinder arbeitsloser Eltern derzeit tatsächlich keine Kita besuchen können und welche Kosten für Land und Kommunen entstehen, falls dieser Rechtsanspruch wieder eingeführt werden sollte.

Diesen Rechtsanspruch erachtet der Fraktionsvorstand für genauso wichtig wie ein kostenloses letztes Kita-Jahr. Völlig unabhängig vom kostenlosen Kita-Besuch sei, dass insbesondere im letzten Kita-Jahr vermehrt Bildung vermittelt werden müsse. Hier sei Brandenburg bereits auf einem guten Weg.

Bereits in der vergangenen Woche hatten Ingrid Siebke und Sylvia Lehmann darauf verwiesen, wonach die Erfahrungen der vergangenen Jahre ganz eindeutig zeigen würden, dass Kinder ohne Kitaplatz erheblich verminderte Entwicklungs- und Bildungschancen hätten. Der Kitaplatz für Kinder arbeitsloser Eltern sei ein Element der Familienpolitik der brandenburgischen SPD.

 

Homepage SPD-Unterbezirk MOL

Suchen

Gemeinsam für Rüdersdorf.

  

Unsere Abgeordnete im Bundestag

 

 

 

 

Machen Sie mit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Machen Sie mit

 

 

 

 

 

 

 

 

WebsoziInfo-News

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Counter

Besucher:312920
Heute:137
Online:1